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2004

Schliersee Vol. I

Eine Wanderroute, die vom Tourismusverband Bayerisches Oberland e.V. auf seiner Homepage beschrieben ist, sowie die Tatsache, dass wir ab und an in Neuhaus weilen, hat uns dazu gebracht, den Vorschlag einer Rundwanderung um den Schliersee aufzugreifen. Der Weg startet am Bahnhof in Schliersee und führt über die Burgruine Hohenwaldeck zurück zum See, und dann weiter am Westufer zurück zum Bahnhof.
Soweit der Vorschlag. Wir haben uns in der Touristen – Info einen Ortsplan (umsonst) geholt, ein wenig studiert und sind dann zum Parklplatz „Unterleiten“ gefahren. Von dort aus startet die Tour direkt zur Burg.

Wie in der Original Beschreibung so schön steht:“…eine Wanderung ….die - zwar unschwierig -, sogar schon einen Vorgeschmack auf eine richtige Bergwandertour vermittelt“. Das stimmt exakt. Direkt nach dem Parkplatz führt eine geteerte Strasse bergauf. Diese hatte genügend Steigung, um meinen Blutdruck zu beeindrucken. Was aber auch kein Wunder ist, wenn man rund 5 Monate nach einem Herzinfarkt versucht, sich langsam an das Bergwandern anzunähern. Der Weg ist mit W6/Burgruine ausgeschildert, und nicht zu verfehlen. Wenig später geht es diagonal durch terrassenartige grüne Matten, von dem man einen wunderbaren Blick auf den See und die Umgebung hat. Hier kommt dann auch wirklich ein alpines Gefühl auf. Ich wünschte mir Trecking-, statt meiner Walkingschuhe. Es geht über Stock und Stein. Irgendwann nimmt der Wald den Weg auf, der dann auch wieder etwas breiter wird, und nach einigem Auf und Ab gelangten wir zur Ruine. Sie liegt so versteckt im Wald, dass wir glatt daran vorbei gegangen wären, wenn nicht ein Schild darauf hingewiesen hätte. Viel ist nicht mehr übrig. Ein paar Mauern trotzen den Bäumen, aber Blick ins Tal ist grandios, und den Aufstieg wert.
Von da aus geht es steil bergab. Auch hier sind eigentlich Berg- oder Treckingschuhe angsagt. Unsere Knöchel waren ganz schön gefragt, um all die Unebenheiten auszugleichen. Ohne die Walking-Stöcke wäre das alles viel zu anstrengend gewesen. Ist man dann endlich unten angekommen, so hat man eigentlich keine Lust mehr, den See zu umrunden. Für hartgesottene Wanderer oder Walker ist das aber sicher kein Problem. Wir jedenfalls beschlossen, am Ostufer entlang zum Auto zurück zu gehen. Dort angekommen, war uns nur noch nach einer Brotzeit und einem guten Bier zumute. Und da gibt es ja nun genügend Möglichkeiten in der näheren Umgebung.

Sicherlich besonders herausragend ist die „Bierinsel“ im See. Eigentlich heißt sie ja Insel Wörth, aber na ja, jetzt, wo ein Gasthaus darauf steht, warum soll man sie nicht umbenennen.  Vielleicht wird dann in naher Zukunft aus dem Schliersee noch der Biersee. Dann sind Bayerntümler und Verehrer der volksdümmlichen Veranstaltungen bestimmt selig.

 

Wie dem auch sei,  diese Ecke unseres Heimatlandes ist voll von kulturellen Schätzen. So z.B. die Leonhardifahrt am ersten November Wochenende in Neuhaus. Oder das Museumsdorf, das dank Markus Wasmeier’s Initiative gleich ums Eck der St. Leonhart Kirche entsteht. Aber – Vorsicht, obwohl es schon was zu sehen gibt, das Museum hat noch nicht geöffnet. Aber anschauen kann man schon ein bisschen, allerdings nur aus einiger Entfernung.

 

Schliersee Vol. II

 

Beim nächsten Besuch von Neuhaus werden wir uns dann an die Seeumrundung machen. Bis dahin: “KEEP OM WALKING”.

Weiter führende Links:

Burg Hohenwaldeck

Bierinsel

Schliersee 1

Schliersee 2

Lantenhammer Destillerie

Die Seele Bayerns

Oberbayern Tourismus